Klarer Honig wieder erhältlich!

Guter, naturreiner Honig kristallisiert mit der Zeit und wird hart.
Er lässt sich dann nur schlecht abfüllen und sieht unappetitlich aus.

Man könnte ihn im Wasserbad erwärmen aber das geht bei grösseren Mengen nicht gleichmässig und der Honig wird schnell mal stellenweise / zeitweise über 40° warm.
Das tötet Enzyme ab und geht auf kosten der Qualität.

Also habe ich eine „ApiTherma“ der Firma ApiNord angeschafft.
(bekannt auch als „Melitherm“)
Das Gerät schmelzt die Zuckerkristalle, elektronisch gesteuert, bei ganz niedriger Temperatur ohne Inhaltsstoffe zu verändern oder zu entziehen.
Der Honig hat nach dem Durchlauf die gleiche Konsistenz wie direkt nach dem Schleudern. Mit der Zeit wird er natürlich wieder hart.

Nun kann ich jederzeit klaren (und cremigen) Honig anbieten.
Die ersten 20 Kg habe ich verflüssigt, nach dem abfüllen steht klarer Honig jetzt ständig zum Verkauf bereit.
Natürlich nur solange mein Vorrat reicht.

alles ausgewintert

In den letzten Tagen habe ich alle Völker ausgewintert.
Alle 15 wurden auf eine Zarge mit Brutwaben begrenzt, tote Bienen, Schimmel, Wachs- und Pollenabfall, der ganze „Wintermüll“ wurde sorgfältig aus den Beuten entfernt.
Das fanden nicht alle Bienen gut und es hat mir, trotz Hut und Schleier, ein paar Stiche eingebracht.
Aber im großen und Ganzen waren die Tiere für so einen enormen Eingriff in ihr Umfeld – ihr Heim – wirklich sehr friedlich.
Ein paar Königinnen habe ich gesehen, 2 vom letzten Jahr erkannt, gefangen und mit roter Farbe (die Jahresfarbe für 2018) gezeichnet.
Die überschüssigen Futterwaben wurden entnommen damit später im Honig kein Zuckerwasser / Winterfutter eingemischt wird.
Die Völker im Aussenstand Grießau sind weiter und größer als die in Hägerau. 20 Km scheinen klimatisch sehr viel auszumachen, es ist alles viel Grüner und es gibt dort mehr Blüten.
Die Grießau-Völker finden schon genug Futter, tragen Nektar ein und sind kurz davor in Schwarmstimmung zu kommen. Um das zu verhindern werden dann Brutwaben-Ableger gemacht. Aber dazu später mehr.
Da ich im Herbst sehr großzügig eingefüttert hatte, habe ich jetzt ca 150 volle Futterwaben. Ungefähr 20 – 30 davon werde ich für die Ableger brauchen, der Rest macht Arbeit…
Weil ich die leeren Waben dringend für die Honigräume benötige werde ich heute die überschüssigen Futterwaben schleudern.
So bekomme ich saubere Waben und ein sehr gutes Futter für den nächsten Winter! Das Zuckerwasser wird beim Einlagern mit Enzymen versetzt und damit in so ne Art „Futterhonig“ verwandelt.
Wenn ich das geschleuderte Futter bis zum Herbst einfriere, werden beim Verfüttern und dem erneuten Einlagern erneut Enzyme zugesetzt und das Futter wird noch nahrhafter und bekömmlicher für die Winterbienen!
Kaputte, schimmelige und die Waben aus den beiden wegen Futterabriss im Februar eingegangenen Völkern werde ich einschmelzen.
Auch zur „Wachsarbeit“ erstelle ich einen extra Beitrag mit Fotos.

2019, es geht los!

Der Winter war verdammt lang und schneereich, die Skisaison ist zu ende und ich habe 2 Tage frei bevor ich mit meinem Sommerjob als Hotelhausmeister starten muss.
Aber, es geht auch hier bei uns endlich ganz langsam mit der Imkerei los.
Der gröste Teil des Schnees ist geschmolzen und erste Blüten zeigen sich.
Am Donnerstag konnte ich bei 6 Völkern die Winterfutterreste entfernen und sie auf eine Zarge einengen.
Gleich starte ich und die restlichen 9 Völker (2 hier am Hauptstand und 7 am Aussenstand Griessau) sind dran.
2 Völkchen, die ich versuchte 1zargig zu überwintern, haben es leider nicht über den Winter geschafft. Weil sie noch genug Futter hatten tippe ich auf „Futterabriss“ aufgrund von Wetterschwankungen als Ursache.
Ich wusste gar nicht wie sehr ich die Arbeit an und mit den Bienen vermisst habe…!

Altes und Neues…

Das alte Bienenjahr ist mit all seinen Höhen und Tiefen vorbei und das neue steht in den Startlöchern.

Den Winter habe ich genutzt um neue Gerätschaften wie eine Schleuder, Equipment zur Königinnenzucht, „Elektro-Tools“, eine „Schauzarge“ mit Glasfenster usw, usw, anzuschaffen und vorzubereiten.
Auch das leidige „Rähmcheneinlöten“ macht Fortschritte.
An der Webseite wird gearbeitet, so wurde der Shop leider ersatzlos gestrichen werden weil ich sonst ein Gewerbe anmelden müßte…
Bis zum „Saisonstart“ bleibt trotzdem noch jede Menge zu tun. Ich werde zwischendurch immer mal wieder über die Winterarbeiten berichten.

Nach der Varroa-Restbehandlung (Träufelmethode mit „Dani’s Bienenwohl“ am Hauptstand) die ich Ende Dezember gemacht habe, hatten die Bienen Ruhe.
Es hat viel geschneit (insgesammt ca 1,50 bis 1,80 m!!!), ich mußte die Beuten und sogar den großen Pultständer 2 mal regelrecht ausgraben damit wenigstens die Fluglöcher schneefrei sind.

Bei Gelegenheit hänge ich hier ein paar Fotos an, oder es gibt ne Art Fotoalbum „Winter 18/19“

Die alten Imker (Zeidler) haben traditionell am 22.Februar ein feierliches „Bienenwecken“ veranstaltet. Es gab Gebete und spezielle „Wecksprüche“…
Ich finde sowas interessant, habe aber z.Zt. (noch) kein richtiges Hintergrundwissen dazu…

Das soll mich aber nicht abhalten heute Nachmittag (21.Feb.), wenn die Themperaturen im Plusbereich sind, bei einigen ausgesuchten Völkern vorsichtig unter den Deckel zu schauen.
Wenn ich dabei Futtermangel feststelle wird Futterteig aufgelegt, sonst werde ich nur kontrollieren ob noch alle Völker leben und tote Bienen aus den Fluglöchern entfernen.
Vielleicht komme ich dazu die neue Endoskop-Kamera mal auszuprobieren…

Honigverkauf

Eben habe ich den letzten von 2018 Honig verkauft.

Die Frühjahrsernte war gut, die Sommerernte war echt bescheiden. Es war wohl einfach zu warm…

Danke an alle Kunden!

Die vielen positiven Feedbacks haben mich sehr gefreut!
Leider gab es nicht genug Honig für alle Interessenten.
Die Bienen tun was sie nur können, aber so ist das halt mit der Imkerei, wir sind sehr stark vom Wetter abhängig.
😉
Vorbestellungen für das nächste Jahr (Juni/ Juli) bitte per Email an:
info@imkerei-kopsieker.at

Mal wieder Räuberei; Errichtung eines „Not-Standes“

Die Aussicht auf mehr Honigertrag hat mich ein Experiment machen lassen:

Da der letzte Schwarm groß war hab ich ihn in eine komplett fertige Beute mit ausgebauten Waben eingeschlagen.

Da die Wiesenblumen blühten, die Tracht war in vollem Gange, hab ich dem Schwarm über einem Absperrgitter eine 2te Zarge mit 9 Mittelwänden zum ausbauen als Honigraum aufgesetzt.

Anfangs sah alles ganz gut aus, bis die Bauern viele Wiesen gemäht haben und so der Trachtfülle ein plötzliches Ende gemacht haben.

Ich bin davon ausgegangen das die Bienen jetzt einfach weniger Honig eintragen, aber die sind so im Sammelwahn das einige anfangen zu räubern…

„Stille Räuberei“ nennt man das wenn der Imker es fast nicht merkt.

Der „Experiment-Schwarm“ war das Opfer…
gestern, abends, lagen viele sehr junge tote Bienen vor der Beute.
Durchs Flugloch konnte ich 4 Hände voll tote Bienen rausschaben…

Also hab ich heute vormittag das Rest-Volk mit der gesammten Brut in eine Ablegerbeute gehängt, einen Zweig mit vielen Blättern vor das stark verengte Flugloch gelegt, die Futterzarge aufgesetzt und mit Zuckerwasser 2:1 gefüttert. (Es war kein Honig in der Beute, alle Waben waren pulvertrocken… die Jung -Bienen sind verhungert…)

Gegen Mittag flogen viele Bienen vor der Beute, sie zwängten sich rein und an der Futterleiste des Futtergeschirrs drängten sich die Räuberbienen…

Also, neue Strategie:
Ich hab die Beute verschlossen, die Räuberbienen verjagt und in ca 4 Km Entfernung, nahe der Ortschaft Kienberg, auf 1440 MüM einen „Not-Stand“ errichtet.

Neben einem Stadel, auf einem Ziegelhaufen hat der Schwarm nun ein vorläufiges neues zu Hause gefunden.
Dort stehen keine anderen Völker die das Futter stehlen könnten.
Die Königin hab ich zwar nicht gesehen, es waren aber vom Ei bis zur Made alle Brutstadien vorhanden!
Hoffendlich berappelt sich dieser Schwarm!